Im Portrait: Juliane Körner

Für jeden immer ein Lächeln übrig

  • Juliane Körner ist Teamleitung im Zentrum für Palliativmedizin

  • Eine äußerst hilfsbereite Kollegin

  • Große Hundefreundin

Patienten rufen um Hilfe, Telefone klingeln, Schritte trappeln über lange Flure. In einem Krankenhaus geht es immer mal wieder auch stressig zu. Eine, die immer einen kühlen Kopf bewahrt und für ihre Kollegen da ist, ist Juliane Körner. Juliane Körner ist im Evangelischen Krankenhaus Teamleitung auf der Station 41, die zum Zentrum für Palliativmedizin gehört. „Bei uns werden Patienten behandelt, die unter lebensverkürzenden Erkrankungen leiden. Krebs ist hier beispielsweise ein sehr häufiges Krankheitsbild.“

Wer Juliane Körner kennt, weiß, dass sie für jeden immer ein freundliches Lächeln übrighat und immer hilfsbereit ist. Mit ihrem Beruf als Pflegefachkraft hat Juliane Körner nicht nur einen Beruf, sondern eine Berufung gefunden.

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Juliane Körner auf „ihrer Station“ – der Station 41. 

Im Zentrum für Palliativmedizin werden die Patienten bei diesen Erkrankungen begleitet – die einen länger, die anderen kürzer. Ziel von ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen ist es, den Patienten den letzten Lebensabschnitt in Frieden und Würde zu ermöglichen, ganz nach ihren Bedürfnissen – „und ohne belastende Symptome.“ Dazu gehört auch die sehr enge Begleitung der Angehörigen.

Als Teamleitung organisiert Juliane Körner die Pflege auf ihrer Station, ist aber auch in die praktische Patientenarbeit miteingebunden. „Es ist die Mischung aus pflegerischen Tätigkeiten und Organisationsaufgaben, die mir sehr gut gefällt.“

Von 2001 bis 2004 absolvierte sie ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin am EV. Anschließend arbeitete sie 15 Jahre lang in der Neurologie und auf der Stroke Unit. Im Jahr 2019 verließ Juliane Körner das Krankenhaus, weil sie einen „Perspektivwechsel“ brauchte. Ihr Weg führte sie zu Arbeitgebern nach Brake, Bremen und Wildeshausen (Stenum). Im August 2023 kehrte sie zurück ins EV und ist mit ihrer neuen Stelle sehr zufrieden. „Es ist genau das, was ich möchte. Hier bin ich genau richtig.“

Juliane Körner sagt, dass die Schwere der Erkrankungen und die Schicksale sie demütig machen. „Die eigenen Probleme wirken dadurch oft nichtig und klein.“ Immer wieder gibt es besonders berührende Momente – etwa, wenn Eheschließungen auf der Station stattfinden oder wenn junge Menschen viel zu früh sterben müssen.

Wenn Juliane Körner nicht im EV ihren Dienst versieht, verbringt sie viel Zeit mit ihren Kindern, ihrem Mann und ihren beiden Boxerhunden. „Ich bin eine große Hundefreundin“, räumt sie abschließend ein.