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Sinnstiftend und abwechslungsreich – eine Ausbildung im Krankenhaus

Kurz zusammengefasst

Das Evangelische Krankenhaus (EV) Oldenburg bietet vielfältige, zukunftssichere Ausbildungen mit hoher Sinnhaftigkeit und Verantwortung an. Im Fokus stehen Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten sowie Anästhesie- und Operationstechnische Assistenten (ATA/OTA). Die dreijährige, generalistische Pflegeausbildung bereitet Fachkräfte auf die zentrale Rolle als Schnittstelle zur ärztlichen Versorgung vor und ist optional in Teilzeit möglich. ATAs und OTAs arbeiten schwerpunktmäßig in operativen Funktionsbereichen und unterstützen die medizinische Behandlung professionell. 

Die Physiotherapieausbildung vermittelt alternative Behandlungsmethoden durch Bewegung und manuelle Therapie. Alle Berufsfelder zeichnen sich durch einen hohen Praxisanteil aus, um eine fundierte Ausbildung direkt am Patienten zu gewährleisten. Die Vergütung erfolgt nach festen Tarifen, die durch Weiterbildungen oder ein Studium gesteigert werden können. Interessierte finden detaillierte Informationen auf der Website des Krankenhauses. Ein Praktikum wird ausdrücklich empfohlen und ist für den Bereich der Assistenzberufe sogar verpflichtend. Das EV lädt Interessierte ein, sich durch persönlichen Kontakt ein eigenes Bild vom Arbeitsalltag zu machen. 

Von Christian Goldmann 

„Ein Krankenhaus ist kein gewöhnlicher Arbeitsplatz. Hier begleiten Menschen andere Menschen in wichtigen Momenten ihres Lebens. Wer sich für diesen Weg entscheidet, wählt einen Beruf mit echter Verantwortung und einer großen Sinnhaftigkeit. Und zugleich eine Branche mit Zukunft“, sagt Carol Ann Gerdes. Gerdes arbeitet im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg (EV) als Recruiterin und ist dort auch für das Personalmarketing und Employer Branding zuständig.  

Ähnlich sehen das auch Kerstin Mosig, Schulleiterin der Berufsfachschule Pflege am Evangelischen Krankenhaus, sowie Anke Zander, Praxiskoordinatorin der Berufsfachschule Pflege. Beide befinden: „Wer sich für eine Arbeit in einem Krankenhaus entscheidet, wählt eine komplexe und abwechslungsreiche Tätigkeit.“ 

Wie die meisten anderen Krankenhäuser ist auch das Evangelische Krankenhaus ein großer Ausbildungsbetrieb mit mehreren Hundert Auszubildenden. „Vor allem bilden wir Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten sowie Anästhesietechnische und Operationstechnische Assistenten aus“, berichtet Gerdes. 

Jedes Jahr starten zwei neue Klassen

Den größten Anteil der Azubis machen die Pflegefachkräfte aus. „Bei uns starten jedes Jahr zwei neue Klassen: einer im August, einer im Februar“, erklärt Zander. Ihre Kollegin Mosig ergänzt: „Ausgebildet wird bei uns in der generalistischen Ausbildung, die es seit 2020 gibt. Es handelt sich dabei um eine moderne, dreijährige Ausbildung, die die früheren Ausbildungsberufe der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenfasst. Das Schöne an der generalistischen Ausbildung ist, dass man an nahezu jedem Ort eine Anstellung finden kann.“ Wie Mosig und Zander berichten, kann im EV eine Ausbildung auch in Teilzeit erfolgen, die vier Jahre dauert 

Die Ausbildung umfasst einen theoretischen sowie einen praktischen Teil. „Letzterer hat bei uns einen hohen Stellenwert, schließlich arbeiten Pflegefachkräfte überwiegend im direkten Kontakt mit Menschen“, sagt Mosig. „Insgesamt sind dafür 2500 Stunden vorgesehen, die Theorie umfasst 2100 Stunden.“ Mosig und Zander betonen, dass die Pflegefachkräfte bei den zu pflegenden Personen die wichtigste Rolle einnehmen und einen großen Teil der Verantwortung tragen. „Sie sind quasi die Schnittstelle zur ärztlichen Versorgung“, erklärt Schulleiterin Mosig. „Die Pflegefachkräfte verbringen während des Klinikaufenthaltes nicht nur die meiste Zeit mit den Patienten, sondern koordinieren auch den Prozess der Pflege für den Patienten als einer ihrer vorbehaltenden Tätigkeiten nach der Ausbildung“. 

Operationssäle als Einsatzgebiet

Während die Pflegefachkräfte vor allem auf den Stationen tätig sind, bilden die Operationssäle das Einsatzgebiet der Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenten. „Wir sagen auch kurz ATAs und OTAs zu ihnen“, erklärt Carol Ann Gerdes. „ATAs begleiten Patienten durch den gesamten Anästhesieprozess. Von der Vorbereitung des Verfahrens bis zur Betreuung im Aufwachraum. Sie sorgen dafür, dass Eingriffe unter Narkose sicher und professionell durchgeführt werden können.“ 

Die OTAs wiederum kümmern sich um die Vorbereitung der OP-Geräte sowie um das gesamte Instrumentarium. Sie assistieren den ärztlichen Kollegen, betreuen die Patienten und sind an der Planung von Operationen beteiligt. Neben ihrer Tätigkeit im OP sind sie in Funktionsbereichen wie Ambulanzen, Endoskopieabteilungen oder der Zentralsterilisation tätig. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre und enthalten ebenfalls einen sehr hohen praktischen Anteil. 

Physiotherapeuten gelten bei vielen Patienten oft als die Menschen mit den „magischen Händen“. Denn: „Nicht jedes Schmerzproblem muss mit Medikamenten oder gar Operationen behandelt werden“, berichtet Gerdes. „Viele Leiden lassen sich mit manueller Therapie oder auch angeleiteten Bewegungsübungen sehr gut in den Griff bekommen.“ Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert ebenfalls drei Jahre und umfasst genau wie die anderen Berufe einen hohen Praxisanteil. Im Evangelischen Krankenhaus startet jährlich ein neuer Kurs zum 1. Oktober. 

Bezahlung erfolgt nach festen Tarifen

Gefragt nach den Verdienstmöglichkeiten im Gesundheitswesen, sagt Carol Ann Gerdes, dass die Bezahlung deutlich besser als ihr Ruf sei. „Wir zahlen nach festen Tarifen, die immer wieder nach oben angepasst werden. Und wer sich weiterbildet oder später noch ein Studium – etwa in der Pflegewissenschaft – dranhängt, verdient noch mehr.“ 

Wer Interesse an einer Ausbildung im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg hat, findet erste Informationen auf der Webseite evangelischeskrankenhaus.de. Dort sind auch Kontaktmöglichkeiten angegeben, um weitergehende Fragen zu klären. „Wer möchte, kann auch gerne bei uns ein Praktikum machen. Für den ATA- und OTA-Bereich ist ein solches sogar obligatorisch. Schließlich sollte sich jeder ein umfassendes Bild machen können, wie der angestrebte Beruf aussieht“, empfiehlt Carol Ann Gerdes.

Carol-Ann-Gerdes-steht-an-einer-Treppe

Carol Ann Gerdes

Kerstin-Mosig-in-einem-Blazer-steht-vor-einer-weißen-Wand

Kerstin Mosig

Anke-Zander-in-schwarzem-Oberteil-steht-vor-einem-Fenster

Anke Zander